Meine Spezialität: Geschichten für alle Fälle

„Hansjörg, erzähl’ doch mal
die Geschichte von den Drahteseln...
Dort drüben vorm Fahrradständer!“
die Geschichte von den Drahteseln...
Dort drüben vorm Fahrradständer!“
„Gute Idee, Maggi!
Die Kulisse ist die halbe Geschichte.
Ihr Veranstalter wisst das.“
Die Kulisse ist die halbe Geschichte.
Ihr Veranstalter wisst das.“
Also, liebe Zuhörer: Jeden Tag zog Nasreddin Hodscha
mit seinem Drahtesel über die Landesgrenze.
„Hast du was zu verzollen?“ fragten die Grenzwächter.

„Eigentlich ja!“ sagte Nasreddin.
„Was heißt hier e i g e n t l i c h ?“
„Eigentlich heißt, dass ich’s t a t s ä c h l i c h n i c h t verzolle.“
„Warum nicht?“
„Weil ich ein Schmuggler bin.“
„Was heißt hier e i g e n t l i c h ?“
„Eigentlich heißt, dass ich’s t a t s ä c h l i c h n i c h t verzolle.“
„Warum nicht?“
„Weil ich ein Schmuggler bin.“
Die Grenzwächter rissen das Stroh aus seinen Satteltaschen,
siebten es durch, verbrannten es von Zeit zu Zeit.
Finden konnten sie niemals was. Doch Nasreddin wurde reich.
Eines Tages setzte er sich in einem Drittland zur Ruhe,
wo ihn Jahre später der oberste Grenzwächter traf.

„Ich bitte dich, Nasreddin, im Namen aller Zolleinnehmer!
Jetzt, da du im
Ausland lebst und alles verjährt ist – sag’ mir doch endlich:
Was hast du damals geschmuggelt?“
Ausland lebst und alles verjährt ist – sag’ mir doch endlich:
Was hast du damals geschmuggelt?“
„Drahtesel.“



